Chaosfilter Blog
Tipps für Ordnung & Struktur
Hochsensible Person sortiert Bastelperlen in einer Box – ruhige
Ordnungssituation
#1 Ordnung als Schutzschild für Hochsensible
Wie ein strukturierter Tagesablauf Hochsensible entlastet und den Alltag erleichtert.
Aus eigener Erfahrung weiß ich: In einer unruhigen, überladenen Umgebung fühle ich mich schnell erschöpft. Strukturierte Räume und feste Abläufe geben mir Halt und schaffen den Freiraum, den ich brauche. Für Hochsensible ist Ordnung dabei weit mehr als nur ein aufgeräumtes Zuhause sie ist eine Form von Selbstfürsorge. Mein Nervensystem reagiert intensiv auf Reize. Geräusche, Gerüche, visuelle Eindrücke oder Berührungen wirken stärker eine Fähigkeit, die ich schätze, die aber schnell überfordern kann. Eine klare Umgebung hilft mir, mich zu sammeln und innere Balance zu finden.
Was bedeutet Hochsensibilität?
Hochsensibilität ist eine Persönlichkeitseigenschaft, die etwa 15–20 % der Menschen betrifft. Sinneseindrücke, Stimmungen und emotionale Signale werden intensiver wahrgenommen und tiefer verarbeitet. Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass bestimmte Gehirnbereiche aktiver arbeiten, insbesondere jene für Aufmerksamkeit, Empathie und Informationsverarbeitung. Elaine Aron beschreibt Hochsensibilität als besondere Verarbeitungstiefe von Reizen, die sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich bringt. Für Hochsensible kann das leicht zu Reizüberflutung führen: Lärm, visuelle Unordnung oder viele Aufgaben können schnell stressen. Eine ruhige, gut strukturierte Umgebung hilft, Eindrücke zu verarbeiten und die innere Balance zu bewahren.
Ordnung im Leben – Wirkung & Tipps
Ordnung kann für Hochsensible wie ein Schutzschild wirken: Sie reduziert Reize, schafft Struktur und ermöglicht, den Tag entspannter zu erleben. Ich selbst merke das besonders bei meinen eigenen Projekten: Wenn mein Schreibtisch unübersichtlich ist oder Bastelmaterial ungeordnet herumliegt, wird mein Kopf sofort voller. Mit klaren Bereichen für alles, was ich regelmäßig nutze, fällt es mir leichter, mich zu konzentrieren und Energie zu sparen. Auch bei den Kindern zeigt sich der Effekt: Ein übersichtliches Zimmer mit altersgerechtem Spielzeug, klare Ordnungssysteme und feste Tagesrhythmen geben Sicherheit und verhindern Überforderung.
Praktische Tipps aus meinem Leben:
Schon kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen – für Hochsensible und alle, die mehr Klarheit und innere Ruhe suchen.
Fazit – Ordnung als Entlastung Eine klare Struktur gibt Hochsensiblen die Möglichkeit, das tägliche Leben entspannter zu gestalten und die eigene Energie gezielter einzusetzen. Ich gehe regelmäßig meinen Kalender durch und plane bewusst Puffer- und Pausenzeiten für mich und meine Familie ein. So bleiben Termine überschaubar, Überraschungen werden reduziert, und der Tag wird deutlich entspannter.
Kleine Routinen, wie feste Abläufe oder abendliche Aufräumrituale, erleichtern das tägliche Leben enorm. Ordnung ist damit ein praktisches Werkzeug: Sie schützt Energie, unterstützt Konzentration und vermittelt Sicherheit – außen wie innen.
Mehr über Hochsensibilität, ihre Merkmale und hilfreiche Tipps im Alltag findest du hier: Psychologie Heute
#2 Weihnachten und Neujahr – ohne im Chaos zu versinken
Die Feiertage liegen hinter uns, Neujahr steht vor der Tür – und oft bleibt dieses Gefühl von zu viel, zu voll, zu ungeordnet. Der Wunsch nach einer entspannten Vorweihnachtszeit ist da. In der Realität klappt das oft nur teilweise. Termine tauchen oft spontan auf, und ich packe einfach zu viel in den Kalender. Dieses Jahr zum Beispiel: Basteln für den Adventsbasar an der Schule meiner Tochter, zwei Weihnachtskonzerte – und allerlei kleine To-dos. Trotz allem lässt sich der Überblick behalten – und genau das möchte ich teilen.
Schriftzug ‚Chaos Filter‘ im Sand mit Steinen gelegt
Warum die Vorweihnachtszeit schnell chaotisch wird
Weihnachten fühlt sich oft an wie ein Berg an Aufgaben: Geschenke, Termine, Backaktionen, Deko. Dazu kommen eigene Erwartungen, dass alles „schön und perfekt“ sein soll. Schon steigt der Druck. Mit Kindern summieren sich kleine Verpflichtungen schnell. Kein Wunder, dass man sich zuweilen fremdgesteuert fühlt.
Früh anfangen: kleine Schritte
Wenn möglich, starte ich schon im Oktober mit Basteln und Vorbereiten. So können viele Dinge Schritt für Schritt erledigt werden, ohne dass alles ständig im Kopf kreist.
Geschenke
Nicht immer treffen Geschenke genau den eigenen Geschmack und das kann für viele belastend sein. Beim Schenken geht es jedoch vor allem um Wertschätzung und Freude beides liegt im Moment der Übergabe. Was danach damit geschieht, darf jede*r Beschenkte selbst entscheiden ganz ohne schlechtes Gewissen. Auch das Weiterverschenken kann Freude bereiten. Geschenke sollen nicht belasten, sondern stimmig sein so, dass sie für die eigene Familie passend bleiben.
Von Weihnachten ins neue Jahr
Nachdem die Feiertage vorbei sind und die meisten Geschenke verteilt, steht schon der Jahresanfang vor der Tür. Die Weihnachtszeit hat uns mit Terminen, Geschenken und kleinen Projekten gefordert jetzt ist es Zeit, diesen Schwung zu nutzen und den Start ins neue Jahr bewusst zu gestalten. Wer ein paar kleine Schritte plant, behält nicht nur den Überblick, sondern kann sich auch auf das Wesentliche konzentrieren.
Ordnung im neuen Jahr: klein, konkret, machbar
Statt alles auf einmal verändern zu wollen, konzentriere dich auf einen kleinen Bereich. Zum Beispiel:
Zwei Schubladen, den Schreibtisch oder das Auto ‒ Fester Zeitrahmen pro Tag oder Woche ‒ Alle Themenfelder beziehungsweise Aufgaben stichpunktartig notieren So bleibt alles überschaubar. Man kann abhaken, Fortschritte sehen und motiviert bleiben ohne sich zu verzetteln.

Mein Weg, den Überblick zu behalten
Checklisten mein Wunderwerkzeug
Sie sind ein Rettungsanker. Schon während der Vorweihnachtszeit und direkt danach passe ich sie fürs nächste Jahr an. So bleibt alles im Blick, und keine wichtigen Details gehen verloren. Dazu gehören zum Beispiel:

Was neu gekauft werden muss (Baumkerzen, Geschenkpapier …) ‒ Geschenkideen ‒ Wichtige Termine im Kalender ‒ Wer alles Geschenke bekommt Trainerinnen, Lehrerinnen, Adventskalender für die Kinder, die Kirche und die Klasse. Alles, was vorbereitet ist, wird direkt in Schuhkartongroße Kisten oder Körbe verstaut. So bleibt nichts liegen, und der Überblick geht nicht verloren.
Planung statt Perfektion
Ein Menüplan für die Weihnachtswoche samt Einkaufsliste spart enorm viel Stress. Auch die Kleidung für die Feiertage kann man vorher festlegen. Oberstes Ziel: Klarheit im Kopf zu behalten.
Einladungen, Termine & Grenzen setzen
Konzerte, Familientreffen, Weihnachtsmärkte, Backaktionen alles schöne Dinge. Zu viele davon können jedoch schnell stressen. Es ist völlig in Ordnung, auch einmal bewusst abzusagen, um den Überblick zu behalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Oft ist es sogar schöner, Treffen ins neue Jahr zu verschieben: Dann ist weniger Trubel, und die gemeinsame Zeit kann bewusster und intensiver erlebt werden.
Jahreswechsel mit System
Wer sich vornimmt, gleich das ganze Haus aufzuräumen oder jeden Tag zu joggen, gerät schnell an seine Grenzen. Besser: kleine, konkrete Schritte planen, die machbar bleiben und realistisch umgesetzt werden können.
Weihnachten und Neujahr in Deinem Tempo
Perfektion ist nicht das Ziel. Weihnachten und Neujahr dürfen ruhig chaotisch sein. Ein paar vorbereitete Dinge und bewusste Entscheidungen helfen, den Überblick zu behalten. Freiräume lassen, Prioritäten setzen und manches bewusst liegen lassen so bleibt die Zeit lebendig, aber ohne dass alles über den Kopf wächst. Viele dieser Gedanken gelten übrigens nicht nur für die Feiertage. Übergänge, volle Kalender und hohe Erwartungen begegnen uns das ganze Jahr Weihnachten macht sie nur besonders sichtbar.
Übersichtliche Ablage für Papierkram mit der Rotho MyPaper Station
#3 Papierkram clever managen: So behältst Du den Überblick
Wenn Papierkram überwältigt
Rechnungen, Verträge, Versicherungen, Schulpost, Unterlagen aus dem beruflichen Umfeld Papierkram kann sich schnell zu einem echten Stressfaktor entwickeln. Viele Menschen schieben ihn vor sich her, weil der Berg immer größer erscheint und der Einstieg schwerfällt. Dabei geht es heute längst nicht mehr nur um Papier. Auch digitale Unterlagen, E‒Mails, PDFs und Online‒Rechnungen gehören dazu. Alles will gesichtet, sortiert und wiedergefunden werden. Fehlt ein klares System, kostet das Zeit, Energie und Nerven. Die gute Nachricht: Papierkram lässt sich bändigen mit einfachen, alltagstauglichen Strukturen, die sowohl privat als auch im beruflichen Umfeld funktionieren.
Auf meiner Partnerseite findest du weitere Infos zu Rotho und Produkten wie der MyPaper Station sowie meinen Rabattcode.
Warum Papierkram so oft liegen bleibt
Papierkram ist selten dringend, aber oft wichtig. Genau das macht ihn so tückisch. Er verlangt Konzentration, Entscheidungen und einen festen Rahmen Dinge, für die im Alltag häufig die Ruhe fehlt.
Papierkram ist selten dringend, aber oft wichtig. Genau das macht ihn so tückisch. Er verlangt Konzentration, Entscheidungen und einen festen Rahmen Dinge, für die im Alltag häufig die Ruhe fehlt.
Ein funktionierendes System nimmt diese Hürde. Es reduziert Entscheidungen und sorgt dafür, dass Papierkram seinen festen Platz bekommt statt ständig mitzuwandern.

Ein einfaches Prinzip: sammeln, sortieren, ablegen
1. Sammeln
Unterlagen, die neu hereinkommen, landen zunächst an einem festen Ort. Wichtig ist: nicht überall, sondern gesammelt.
2. Vorsortieren
Unterlagen werden grob nach Themen oder Personen getrennt, ohne sie sofort endgültig abzuheften.
3. Ablage
In regelmäßigen Abständen werden die Unterlagen strukturiert abgelegt – analog oder digital.
Dieses Prinzip schafft Übersicht, ohne im Alltag zusätzlichen Druck zu erzeugen.
Ein Beispiel aus unserem Familienalltag
Papierkram im beruflichen Umfeld und in Betrieben
Auch im beruflichen Umfeld – ob als Angestellte*r oder in Betrieben – spielt ein gutes Papiermanagement eine große Rolle. Verträge, Rechnungen, Projektunterlagen oder E-Mails müssen schnell auffindbar sein.
Hier gelten die gleichen Grundsätze wie privat:
- klare Zuständigkeiten
- feste Ablageorte
- regelmäßige Zeiten für Ordnung
Digitale Unterlagen lassen sich gut mit Ordnerstrukturen, Kategorien oder Regeln organisieren. Manche arbeiten gern mit festen Ordnern, andere mit Schlagworten oder automatischen Sortierungen. Wichtig ist auch hier: Das System muss praktikabel sein und zum Arbeitsstil passen.
Feste Zeiten statt Dauerstress
Statt Papierkram ständig „nebenbei“ mitzuschleppen, hilft es, feste Termine dafür einzuplanen. Ein monatlicher oder zweiwöchentlicher Block im Kalender reicht oft schon aus.
So bleibt der Umfang klein, der Einstieg leicht und das Gefühl von Kontrolle wächst. Papierkram verliert seinen Schrecken, wenn er einen festen Platz im Alltag bekommt.
Fazit: Ordnung schafft Klarheit und Kontrolle:
Papierkram muss kein Endgegner sein. Mit einem klaren System, festen Zeiten und realistischen Abläufen lässt sich Ordnung dauerhaft halten privat wie beruflich.
Struktur sorgt für Überblick, entlastet den Kopf und schafft das gute Gefühl, alles im Griff zu haben. Nicht perfekt, aber passend.
Inga Bruhn
Gründerin von chaosfilter